Wir hatten uns für diesen Urlaub vorgenommen, nicht nur die ganze Zeit herumzudüsen und soviel wie möglich zu machen. Wir wollten auch einfach entspannen, am Strand herumliegen und nix machen. Dafür bieten sich in Südthailand die ganzen Inseln mit ihren wunderschönen Stränden perfekt an. Deswegen sind wir von Krabi nach Koh Lanta gefahren.
Koh Lanta ist zwar eine der etwas größeren Inseln, die Unterkünfte sind aber immer auf relativ kleine Küstenabschnitte begrenzt. Wir entschieden uns für einen Bungalow im “Where Else”. Bungalow ist allerdings leicht übertrieben. Es handelte sich um sehr einfache Bambushütten, mit Ventilator, Moskitonetz und einem Open-Air-Badezimmer. Wobei auch Badezimmer übertrieben ist. Es gab einen Ausgang nach hinten, die Tür bestand aus einem Vorhang, wo dann eine kleine Mauer herum vor fremden Blicken schützte. Das Klo war noch überdacht, aber die Dusche befand sich unter freiem Himmel.
Das sieht zwar alles sehr idylilisch aus, aber letztendlich ist es eher unpraktisch. Beispiel gefällig? Die große Pflanze neben der Dusche hatte ziemlich scharfkantige Blätter, die einem beim Duschen immer auf die Pelle rückten. Außerdem war die Hütte niemals komplett geschlossen, so dass man gleich bei der Ankuft gewarnt wurde, keinerlei Essensreste dort zu hinterlassen. Ansonsten bekäme man nachts unerwünschten Besuch von Ratten. Wir hatten leider eine Kleinigkeit in einem Rucksack vergessen, so dass wir dann auch tatsächlich nachts nicht alleine waren.
Aber: Der Rest dieses “Resorts” war wirklich wunderschön. Die Bar und das Restaurant liegen direkt am Strand und es ist sehr gemütlich eingerichtet. Das Essen war auch super lecker. Leider waren wir noch vor Beginn der Hauptsaison hier, weswegen kaum andere Gäste zu sehen waren. Man kam sich daher immer etwas alleine vor.
Zwei Strandbars weiter war immer etwas mehr los und wir lernten dort wieder einige Leute kennen. Eine bunt gemischte Truppe aus alleinreisender 19-jähriger Abiturientin, zwei Ende 20er/Anfang 30er Typen, die zusammen unterwegs waren, ein Paar aus Österreich und eine Schweizerin. Mit denen sind wir dann auf einen sog. “4-Islands-Trip”. Hierbei ist man einen ganzen Tag mit einem Boot unterwegs und fährt zu den schönsten Inseln in der Nähe. Dort wird dann geschnorchelt, gebadet, und die Landschaft bestaunt. Nach unseren schmerzhaften Sonnenbranderfahrungen der Vergangenheit waren wir dabei sehr vorsichtig und haben uns immer ordentlich verpackt.
Spannend war auch der Aufruck auf den Schwimmwesten.
Sehr cool war der Besuch einer alten Piraten-Höhle. Dafür mussten wir zuerst vom Boot aus ins Wasser und dann durch eine Höhle schimmen, in der es teilweise komplett dunkel war. Zum Glück hatte der Guide ‘ne Taschenlampe dabei. Danach kam man dann im Inneren einer Insel an. Ringsherum komplett von steilen Felsflanken umgeben, gibt es hier tatsächlich nur den einen Zugang durch die Höhle zum offenen Meer. Leider hatten wir hier keine Möglichkeit, die Kamera mitzunehmen.
Wie schon geschrieben, kamen wir uns in unserer Bambushütte etwas alleine vor und da waren ja auch noch die Ratten. Wir zogen also nach zwei Nächten um. Zwei Strände nördlich, in ein Resort mit dem klingenden Namen “Funky Fish”. Und hier war es wie im Paradies. Die Bungalows waren solider, so dass wir nachts auch alleine blieben. Die Bar und das Restaurant lagen ebenfalls wieder direkt am Strand. Aber dieser Strand war noch tausend Mal schöner, als der zuvor. Hier konnten wir wirklich entspannen.
Bisher sind wir immer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs gewesen. Auf Koh Lanta gibt es aber lediglich so eine Art Tuk-Tuk. Hier ist das üblicherweise ein ganz normaler Roller, an den eine Art Beiwagen mit drei Sitzplätzen ran gebaut wird. Um aber etwas freier zu sein, entschieden wir uns diesmal dazu, einen eigenen Roller zu mieten.
Damit sind wir dann herum gedüst und haben zum Beispiel die “Khao Mai Kaew” Höhle besucht. Im Reisefüher stand, es sei eine der wenigen Höhlen Thailands, wo sich der Eintritt auch lohnen würde. Sie sei beleuchtet und wirklich beeindruckend. Beleuchtet war sie dann nicht, aber nicht minder beeindruckend! Wir waren nur zu dritt, wir zwei und unser Guide. Nach einem halbstündigen Marsch durch den Dschungel meinte der Guide, wir wären nun am Eingang. Wir schauten uns um, konnten aber nichts entdecken. Er zeigte dann auf eine kleine Spalte im Felsen und dort war tatsächlich eine kleine Leiter, die ins Dunkel führte. Mit Stirnlampen ausgerüstet stiegen wir also dort herab.
Gleich zu Beginn sahen wir dieses schöne Examplar einer großen ekligen Spinne.
Wie es sich für eine coole Höhle gehört, gab es auch Fledermäuse.
Zum Ende mussten wir noch durch einen sehr schmalen Schlitz auf allen Vieren auf dem lehmigen, schlammigen Boden krabbeln. Alles in allem war das eine Tour, die tierisch spannend und aufregend war!
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Thailand 2011 (1): Ankunft in Bangkok und Weiterreise nach Krabi
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